Frau Schröder, bitte übernehmen Sie!

Offener Brief an die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Kristina Schröder

Liebe Frau Schröder,

einig Europa ist ja eine tolle Sache. Grenzen werden geöffnet, Zahlungsmittel und -wege werden vereinfacht und auch die Arbeit oder der Urlaub bei unseren europäischen Nachbarn sind selbstverständlich. Urlaub? Selbstverständlich? Autsch. Zumindest nicht für Familien mit schulpflichtigen Kindern.

Während EU-Kommissarin Kroes sich gerade medienwirksam für die Abschaffung der Roaming-Gebühren stark macht, zerbrechen sich währenddessen ein Großteil der deutschen Durchschnittsfamilien den Kopf darüber, wie es denn wohl in den anstehenden Herbstferien so sein wird, bei 10°C und Dauerregen auf dem Campingplatz an der Ostsee – wo allerdings immerhin die Roaming-Kosten nicht anfallen.

Ist eigentlich auch Ihnen schon mal aufgefallen, dass Flüge und Unterbringungskosten in den traditionellen Reisezielen Europas (und auch Deutschlands…) bis zu 100% teurer sind, als noch einen Tag vor und auch einen Tag nach den deutschen Schulferien? Nein? Na, dann werden Sie aber staunen und große Augen machen, wenn nach der Einschulung Ihrer Tochter der erste Besuch im Reisebüro ansteht.

Liebe Frau Schröder: Was Neelie Kroes kann, das können Sie doch schon lange, oder?

Bitte sorgen Sie dafür, dass diese unverschämte Ausbeutung von Familien mit schulpflichtigen Kindern aufhört. Setzen Sie dieser Preistreiberei ein Ende und sorgen Sie dafür, dass ein Familienurlaub in Europa auch in den Schulferien bezahlbar wird.

Frau Schröder: Bitte übernehmen Sie!

Mit kinderfreundlichen Grüßen,

Ihre citymums

 

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