On Tour durchs mütter-bloggende Deutschland

citymum war letzte Woche die erste Station der Deutschlandtournee des Babyplaces-Lastenrads von Babboe. Wir haben es auf Herz und Speiche geprüft und müssen sagen: gegen jede Erwartung ist das Babboe-Rad für „große“ Grundschulkinder eine glatte Eins, wie Mexikanerhut fahren, ein Riesenspaß. Hingegen für kleine 1-jährige Jungs eher etwas, in das man lieber nicht einsteigen sollte …

Unser Resümee nach einer Woche: Man kommt ins Gespräch …

Babboe1

• mit seinen Kindern, die am Morgen wortgewandt darum bitten, sie mit dem Babyplaces-Rad zur Schule zu bringen (was genau bedeutet, dass man die zwei Kinder plus zwei weitere ihrer Freunde inklusive Ranzen zur Schule und dann weitere 8km zur Arbeit … und später dann das Ganze zurück fährt).

• mit noch mehr Kindern, die einen auf dem Schulweg überfallen, weil sie auch noch zusteigen wollen.

• mit fremden Kindern vor der Schule, die das Rad besteigen und Probesitzen wollen, während niemand es festhält und dadurch wegrollt, da es leider keine Standbremse oder Ständer gibt.

Babboe3

• mit dem Autofahrer, in dessen Tür das Rad nach vorher genannter Aktion fast gerollt wäre.

• mit dem Fischmann auf dem Markt, der einen plötzlich „Muddi“ nennt und sich aufgefordert fühlt, einen zu motivieren – mit den liebevollen Worten „Los, Muddiiii, nu gib mal Gas!“.

• mit Radfahrern im Berufsverkehr, die kein Verständnis haben, in Schrittgeschwindigkeit hinter einem her zu fahren, weil es zu eng ist zu überholen und zu steil, damit man mit dem Babboe Rad schneller fahren könnte.

• mit dem netten Polizisten, der einen vom Gehweg scheucht – trotz Geschwindigkeit, mit der ein Fußgänger einen überholen könnte und der Tatsache, dass Hamburgs Radwege in der Breite leider nur selten den Maßen des Lastenrads entsprechen.

• mit hupenden Autofahrern auf der Straße, die einen da auch nicht haben wollen.

• mit alten Männern im Park, die wirklich gern mitgenommen werden möchten.

• mit Bauarbeitern, die einem lautstark hinterher rufen, doch mal schneller zu fahren (und sich dabei SEHR lustig finden).

• mit einem selbst, weil man zwischendurch doch mal hinterfragt, ob die Kinder eigentlich zu schwer oder die eigene Kondition zu schwach ist.

Mein persönliches Fazit:

Meine Kinder haben zu viele Freunde und ich zu wenig Wumms in den Waden!