Hilfe bei PowerPoint-Präsentationen

PowerPoint Präsentation

Digitale Bildung wird in allen Schulen immer größer geschrieben, neben Smartboard und Beamer gibt es inzwischen auch Computer-Räume oder sogar für jedes Kind ein eigenes Tablett. Soweit ist es in der Schule von Lu bisher allerdings noch nicht – dort gibt es aber ab der 5. Klasse die „Ausbildung zum sicheren Umgang mit dem Computer und dem Internet“. Bei meiner Tochter wird auf jeden Fall in 3 von 10 Fächern im Schulhalbjahr eine PowerPoint-Präsentation verlangt. Die Schüler, die zuhause keinen Rechner zur Verfügung haben, sind natürlich etwas aufgeschmissen. Klar können sie im Computerraum ihre Präsentation zusammenschustern, aber es noch mal in Ruhe durchgehen und üben können sie da nicht. Um so wertvoller sind nun die Tipps zur Hilfe bei PowerPoint-Präsentationen, die ich Euch gebe, der Schnickschnack auf den eure Kinder lieber verzichten sollten:

1. PowerPoint oder LibreOffice

Wer selber kein PowerPoint auf dem Rechner hat, kann sich eines Open Office-Programms bedienen, was genauso funktioniert, ein kleines bisschen anders aussieht aber dafür kostenlos aus dem Netz herunterladbar ist. Das Programm heißt LibreOffice und ist für Mac, Windows etc. verfügbar.

2. Die richtige Vorbereitung

Für jedes Referat gilt: Vorbereitung ist alles. Denn auch wenn die PowerPoint-Präsentation noch so gelungen ist, wer schnöde abließt, mit den einzelnen Slides (Folien) durcheinander kommt und nur am Klicken ist, hat verloren. Darum: Die Kinder sollten euch die Präsentation mindestens einmal vortanzen. Gern auch mehrmals.

3. Die richtige Gliederung

Der erste Schritt ist die Grob-Verteilung aller Inhalte auf die Folien, sprich alle Kernaussagen in Stichpunkten und die dazugehörigen Bilder.

4. Textmenge beachten

Nicht alles, was es zu sagen gibt, sollte auch auf den Folien stehen. Die PowerPoint-Präsentation dient lediglich dazu das Referat optisch zu unterstützen, denn sonst werden die Zuschauer nur mitlesen, nicht aber zuhören. Stichpunkte und/oder ein Bild pro Folie reichen völlig aus.

5. Die Schrift

An jeden Platz des Klassenzimmers muss die Schrift gut lesbar sein. Das bedeutet, dass
de Schriftgröße nicht zu winzig und die Schrift nicht zu verspielt sein darf. Hier gilt, die absolute Mindest-Schriftgröße ist 18 pt, besser ist sogar 28 pt. Eine schnörkelige Schrift eignet sich als Gimmick, nicht aber für einen Fließtext oder eine Überschrift. Das gleiche gilt für Versalien, das sind Großbuchstaben. Auch die sind für einzelne Aspekte nutzbar, aber nicht für eine größere Textmenge zu verwenden.

6. Sparsam mit den Effekten

Wenn man das erste mal mit PowerPoint arbeitet ist man total geflasht von all den Möglichkeiten, mit denen Bilder und Texte animiert werden können. Ratet euren Kindern lieber davon ab, denn weniger ist mehr. Der Zuschauer wird nur vom Inhalt abgelenkt.

7. Hintergrund und Farben

Ruhige Hintergründe erleichtern den Lesefluss. Ein hektisches Background-Bild wirkt unruhig und die Mitschüler haben keine Chance den Text zu erfassen. Das gleiche gilt für eine zu grelle Hintergrundfarbe. Auch hier muss auf einen guten Kontrast der Schrift zum Hintergrund geachtet werden. Eure Kinder können gern mit Farben experimentieren solange der Inhalt übersichtlich bleibt und nur einzelne Punkte gehighlightet werden.

8. Bilder oder Zitate aus dem Internet

Gradlinigkeit und Übersichtlichkeit ist das A und O. Statt seine Bilder wild durcheinander zu würfeln, macht es Sinn, alles gleichmäßig und in gleicher Größe anzuordnen. Das beruhigt das Auge und lässt mehr auf die relevanten Inhalte achten. Wer Bilder, Grafiken oder Diagramme aus dem Internet nutzt, sollte auch wissen woher sie stammen. Ein einfacher Quellenverweis sollte daher nie vergessen werden.

9. Technik checken – Stick dabei?

Damit der Beamer nicht lange hochgeladen werden muss, sollten die Kids das auf jeden Fall schon 5-10 Minuten vor der Präsentation erledigen. Denn nichts macht nervöser, als wenn die Klassenkameraden warten und tuscheln. Auch sollte das Kind die Präsentation auf dem USB-Stick dabei haben – sonst schimpft der Lehrer.

10. Die Dauer der Präsentation

Es gibt hier eine Faustregel: Eine Folie = 2 Minuten Vortragszeit!
Und eine Präsentation sollte also nie mehr Minuten dauern als Folien, die sie umfasst.