… oder: happy welcome bei der Modepolizei!

Da isser wieder, der Herbst und mit ihm die alt bekannte Frage: Was zieh ich unter Kleider und Röcke?

Männer würden staunen, wenn sie wüssten, dass die Strumpfhosenfrage überhaupt ein Thema ist. Und wenn ich so auf der Straße rumgucke, wäre so manch eine Frau ebenso verwundert.

Deshalb habe ich einmal für euch die Strumpfhosen Gebote 2017 zusammengestellt:

  1. Never ever und bitte wirklich niemals nie ziehen wir eine Baumwollleggings zum Kleid. Ja, sie ist wahnsinnig praktisch und so schön bequem in ihrer reinen Baumwollqualität. Voll im Trend ist sie noch dazu, aber: als HOSENersatz und nicht zum Kleid. Wenn überhaupt (und die Betonung liegt bei „wenn überhaupt“): dann bitte Leggings zu einem Kleid tragen, das auch als Oversize-Pullover durchgeht. Dazu Stiefeletten oder Boots und kurze Bikerjacke. Das ist lässig. Ansonsten gehört die Leggings bitte an Menschen, die sie zum Pullover ruhigen Gewissens tragen können (also an unsere 13-jährigen langbeinigen Töchter), in die Sporttasche und auf die Couch.
  2. Wer die (Farb-)Wahl hat, hat die Qual! Daher mein Rat: wer nicht absolut und 100%ig stilsicher ist, wählt die Farbe Schwarz oder maximal noch Nude. Alles andere kann in Kombination sehr schnell nach Papgei aussehen.
  3. Hautfarbene, transparente Strumpfhosen passen gut zu helleren Kleidern und Röcken und eher leichteren Materialien. Man sollte immer eine Farbe wählen, die dem eigenen Hautton ähnelt und vorallem auf Qualität achten: denn die guten, etwas teureren sehen so aus, als hätte man gar keine Strumpfhose an und dabei hammermäßige natürliche Beine.
  4. Blickdicht oder nicht? Hier halten wir uns am besten an die Tag- und Nachtregel: tagsüber blickdicht – hält warm und verdeckt die nicht mehr sommerlich gebräunte und optimal gepflegte Haut; abends transparent – das ist sexy und elegant! (Bitte dann aber immer eine Ersatzstrumpfhose in der Tasche haben, die transparenten sind feiner und reißen schneller)
  5. Netz? – Ohja, Netzstrumpfhosen bleiben und werden jetzt mit Vorliebe unter zerrissenen Jeans getragen.
  6. Herzchen und Co sind die Renner in den neuen Strumpfhosenkollektionen. Aber bitte auch hier: ein dezentes Detail ist wunderschön. Detail plus Farbe plus extravagantes Outfit ist freundlich ausgedrückt „too much“.
  7. Shaping-Wear ist ein weiteres Thema und gerade abends und zu Feiern ein Muss. Schwuppdiwupp haben wir damit eine wunderschöne Taille, tadellose Oberschenkel und einen Knackepo. Und die Zeiten, dass Shaping-Styles aussehen wie Bridget Jones‘ Unterhose sind ja glücklicherweise auch längst vorbei.
  8. Die Strumpfhosen Styles sind vielseitig. Ob man zum Ausgehen lieber eine Strumpfhose oder Strümpfe und Strapse trägt, ist Geschmackssache. Halterlose Strümpfe auch? Oh ja …. aaaaaber: bitte nur, wenn man auch damit umgehen kann. Wer permanent daran rumzuppelt und zieht, sieht nicht mehr sexy aus, sondern so, als hätte er Flöhe. Also: bitte zu Hause üben!
  9. und zu guter letzt: Bitte keine Strumpfhose zu Sandalen und Peeptoes! Das ist nicht cool, nicht lässig und ein No-Go. Immer! Wenn wir aber schon dabei sind: schwarze Highheels sehen toll aus zu schwarzen Strumpfhosen und verlängern optisch das Bein. Top!

Der Nachteil von Strumpfhosen ist immer die feine Qualität. Je feiner die Qualität (oder je ungeschickter die Frau), desto größer ist das Laufmaschen-Risiko. Daher ist die Reserve-Strumpfhose Pflicht. Und wie man kleinere Löcher in der Strumpfhose schnell reparieren kann, erfahrt ihr hier.