Immer wieder ärgere ich mich über die heutige Gesellschaft (zu der wir alle ja irgendwie gehören) und ihr Schulsystem (zu dem ich mit meinen Kindern am liebsten nicht gehören möchte).

Grundschulkinder, die bis um 17:00 in der Schule sind und sich von Anfang an selbst organisieren müssen. Zweitklässler, deren Eltern gar nicht informiert werden, dass ein Test ansteht, weil die Kids lernen sollen, selbstständig dafür zu lernen (Hallo? Wenn man in seinem jungen Leben noch nie einen Test geschrieben hat, wie soll man dann bitte das richtig einordnen und wissen, was dafür zu tun ist?). Motivation durch Frustration. Eltern, die bitte draußen bleiben müssen. Chill-Programme für 8-Klässler. Abi mit 17 Jahren – und dann erstmal Burnout …

Klar, ich treibe es gerade auf die Spitze …

Dazu kommen laut der Schule die vielen Narzistenkinder, selbstverliebt, egoistisch, egozentrisch und AD(H)S-verdächtig. Nicht eins pro Klasse, sondern gleich die Hälfte.

Was passiert? Persönliche Betreuer, Termine bei Beratern, Psychologen, Ergotherapeuten, Erziehungs-Coaches, Lerntherapeuten … Was ist nur los mit den Kids?

Meine Meinung: NICHTS. Die Kids sind völlig normal. Das System stinkt, in dem sie funktionieren müssen. Wir alle müssen funktionieren. Wir alle sind permament zerrissen –nicht umsonst ist „Work-Life-Balance“ ein Riesenthema geworden.

 

Nichts desto trotz können wir natürlich am System nur wenig rütteln. Und so viel Verständnis wir auch für die Kids haben, so können wir ihr (Schul-)Leben nicht entscheidend ändern. Wir können ihnen nur zur Seite stehen. Mit viel Liebe, Verständnis und klaren Grenzen, an denen sich die Kids orientieren können. Ist einmal alles zuviel, der Prüfungsdruck zu groß, der Anspruch zu hoch, die Nacht beängstigend .. Dann helfen auf sanfte Art Bachblüten. Das Schöne: Die Rescue-Tropfen gibt es jetzt auch ohne Alkohol für Kinder.

Das noch Schönere: Auch wenn wir uns noch so viel ärgern über die Schule und uns Sorgen machen – auch unsere Kinder werden groß und tolle Menschen. Dafür werden sie schon sorgen.